Umbau Kirchenbank: Ständeplatz wird aufgewertet

Die Kirchenbank baut ihren Hauptsitz in Kassel am Quartier Wilhelmsstraße um

28. Feb 2018 | Die Evangelische Bank baut zurzeit ihren Hauptsitz in Kassel um. Bis Sommer 2019 soll zwischen Fünffenster- und Seidlerstraße ein neues, repräsentatives Gebäudeensemble entstehen. Für den Ständeplatz als Entrée zum Quartier Wilhelmsstraße bedeutet das eine sichtbare Aufwertung.

Selbst bei eisigen Wintertemperaturen geht es zügig voran auf dieser Baustelle, die am Rande des Quartiers Wilhelmsstraße einen ganzen Block umfasst. Das Besondere daran: Hier wurde nichts abgerissen, hier entsteht kein Neubau, sondern bestehende Gebäude werden mit einem Um- und Ausbau neu geordnet. Laut Planung des Kasseler Architekturbüros von Professor Alexander Reichel werden zwei Gebäude miteinander verbunden: das aus dem Jahr 1982 stammende bisherige Hauptgebäude und ein denkmalgeschützter Nachkriegsbau, das Haus Ständeplatz 19. Dort saß einst das Arbeitsgericht, zuletzt befand sich im Erdgeschoss ein Sushi-Restaurant.

 

Mittlerweile schick: die Rückbesinnung auf die 50er-Jahre

Zurzeit sind alle betreffenden Gebäude entkernt, die „Skelette“ bleiben stehen. Die Hüllen bzw. Fassaden dagegen werden komplett erneuert. Bis zum Sommer 2019 soll ein neuer moderner Gebäudekomplex entstehen, der heutige technische, energetische und ästhetische Anforderungen erfüllen soll. Als Verbindung beider Gebäudeteile soll ein verglastes Element fungieren. Dabei entsteht eine große, zentrale Eingangshalle, die auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden soll. Das ehemalige Gerichtsgebäude soll dabei eine Fassade erhalten, die sich auf die Identität der 1950-er Jahre besinnt. Das bisherige Hauptgebäude soll in Richtung Fünffensterstraße erweitert werden, die bisherigen Parkplätze und Bäume verschwinden.

Umbau Kirchenbank: Die beiden Gebäudeteile sollen miteinander verbudnen werden

Rund 30 Millionen Euro investiert die Evangelische Bank (EV) für den gestiegenen Platzbedarf an ihrem Hauptsitz in Kassel – für mehr Personal und für moderne Serviceangebote. Die mit einer Bilanzsumme von 7,1 Milliarden Euro und bundesweit rund 500 Mitarbeitern größte Kirchenbank Deutschlands sieht darin eine Maßnahme der Zukunftssicherung.

Mit dem Bau werden auch Aufgaben nach Kassel verlagert. Man schaffe Raum für die Zentralisierung des Geschäfts, heißt es. In Kassel würden 15 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. 180 Mitarbeiter der Evangelischen Bank Kassel sind inzwischen in die Räume der ehemaligen Druckerei Schanze an der Kohlenstraße umgezogen. Spätestens Ende 2019 will die Bank die neuen Räumlichkeiten beziehen. Das Quartier Wilhelmsstraße wird durch diesen Umbau an Attraktivität gewinnen.

So soll die Kirchenbank nach dem Umbau aussehen. Als verbindungselement fungiert ein verglaster Eingangsbereich.

Bild 1:
Vorn das aus den 80er Jahren stammende Hauptgebäude der Kirchenbank, hinten der in die Baumaßnahme integrierte denkmalgeschützte 50er-Jahre-Bau.

Bild 2:
Blick von der Fünffensterstraße aus. Beide Gebäudeteile, die miteinander verbinden werden sollen, sind mittlerweile entkernt.

© Fotos: Kettler Kommunikation

Bild 3:
So soll die künftige Zentrale der Evangelischen Bank künftig aussehen: Die beiden Gebäude sind mit einer verglasten Eingangs- und Veranstaltungshalle verbunden.

© Illustration: Reichel Architekten

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