Polizeiladen: Viele Fragen zu Einbruchsschutz und Polizeiberuf

Polizeiladen Kassel

25. Juni 2018 | Seit 1994 gibt es den Polizeiladen im Quartier Wilhelmsstraße schon. Bürgerinnen und Bürger finden in dieser Beratungsstelle in der Kasseler Innenstadt kostenfrei auf persönliche Weise Rat. Welche Themen und Sorgen stehen gegenwärtig im Fokus?

„Der Begriff ‚Polizeiladen‘ ist eigentlich ein wenig irreführend – denn zu kaufen gibt es hier ja nichts“, sagt Polizeikommissarin Simone Wolf. „Zugleich aber sorgt er für Niedrigschwelligkeit und bewegt Bürgerinnen und Bürger dazu, einfach ganz unkompliziert unsere Beratungsstelle zu betreten. Und das genau geschieht hier tagtäglich.“ Simone Wolf ist an diesem Tag eine von zwei Beamten, die in wechselnder Besetzung vom Polizeipräsidium Kassel, Hauptsachgebiet E4 – Prävention, in den Laden in die Wolfsschlucht gesendet werden.

Die Polizisten stehen bei zahlreichen wichtigen Themen beratend zur Seite, etwa Einbruchsschutz, Kriminalpolizeiliche Vorbeugung für Senioren, sicherer Umgang mit Zahlungsmitteln, Jugendschutz, Opferschutz, Stalking, häusliche Gewalt, Computer- und Internetkriminalität, Sicherheit im Straßenverkehr, sicheres Fahrrad, Informationen über den Polizeiberuf, Fachvorträge für Vereine und andere Institutionen.

Welche Themen besonders im Fokus stehen? Da muss Simone Wolf nicht lange überlegen: „Viele haben Fragen zum Einbruchsschutz – sowohl als Eigenheimbesitzer wie auch als Mieter. Wir bieten hier eine breite Palette von Hilfe, etwa vom LKA empfohlene Tipps, Listen, Info-Boschüren und Empfehlungen zu Sicherheitstechnik und Handwerkern. Im Laden befinden sich ständig einbruchhemmende Exponate, die wir hier zeigen und erklären können.“

Laut Kollegin Ulrike Langer seien die Einbruchdiebstahl-Delikte aber rückläufig – bei gleichzeitiger gestiegener Zahl der Versuche, in Häuser und Wohnungen einzubrechen. Die Zahl der gescheiterten Einbrüche, die durch Sicherheitstechnik und andere Maßnahmen vereitelt werden, sei um 50 Prozent gestiegen. Die Kriminellen kommen also nicht an ihr Ziel.

Neben den weiteren Themen weibliche Opfer von Stalking, betrügerische Anrufe, mysteriöse Briefe und Falschparker, zu denen beraten wird, kämen auch viele Besucher, um sich über Karrierewege bei der Polizei zu informieren. „Der Polizeiberuf ist für viele interessant und bietet spannende Perspektiven“, sagt Wolf. „Wir beraten hier recht viel über Einstellungsvoraussetzungen und mehr. Zumeist sind es noch in der Mehrzahl männliche Interessenten, die kommen, aber die Frauen holen auf – die Ausbildung etwa ist für Frauen und Männer identisch.“

An der kostenlosen Beratung Interessierte können den Polizeiladen jedoch nicht einfach so betreten. Man muss zunächst klingeln, um Einlass zu erhalten. „Reine Sicherheitsmaßnahme“, beruhigt Ulrike Langer. „Es ist einfach notwendig geworden.“

Foto: Kettler Kommunikation

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